Kostenübernahme einer Oberarmstraffung durch die Krankenkasse

Die gesetzliche Krankenversicherung ist verpflichtet, die Kosten einer beidseitigen Oberarmstraffung zu übernehmen, wenn eine sogenannte Entstellung vorliegt.

Die Klägerin litt nach großem Gewichtsverlust an einer Fettverteilungsstörung, welcher sich durch einen massiven Hautüberschuss an ihren Oberarmen auszeichnete. Daraus resultierte eine Asymmetrie der Ober- und Unterarme, welche selbst bei Tragen weit geschnittener Alltagskleidung deutlich wahrnehmbar war.

Das Sozialgericht Braunschweig lehnte den Anspruch auf Kostenübernahme 2018 (nach fast 8 jähriger Verfahrensdauer !) ab, das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hingegen gab der Klägerin Recht und verurteilte die gesetzliche Krankenversicherung zur Übernahme der Kosten für die beidseitige Oberarmstraffung. Es sah in dem Erscheinungsbild der Oberarme eine entstellende Wirkung.

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